Von Fichten und Apfelbäumen

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Es war ein goldener Oktobertag der allerschönsten Sorte, als 4 3Westlerinnen, 2 Fahrräder und ein Auto ins Himbachtal aufbrachen um an der ersten Station mit dem Äpfelaufsammeln zu beginnen. Über Julius und die Mosterei Gugel war der Kontakt zustande gekommen.
Neben über-die-Sorten-rätseln, vorkosten und Sonnegenießen, wurde sich auch fleißig gebückt und die Fracht in Einkaufstaschen und Putzeimern in den Kofferraum verfrachtet.
Nach etwa einer Stunde waren die Hänge des Grundstücks weitgehend vom Fallobst befreit und es ging weiter zum Abladen und dann zur zweiten Station hinter Dusslingen.
Diesmal wurden wir sogar erwartet, von Besitzerin und Enkelkind und in die Geheimnisse der Schüttelstange eingeführt. Das Sortenraten erübrigte sich; wir bekamen mitgeteilt dass es Brettacher und irgendwas mit „blutig“ im Namen waren, die wir ernteten. Obwohl es nur zwei Bäume waren, füllte sich der Kofferraum in Windeseile.
Nachdem wir dem Auto des Wiesenbesitzers nebenan per kräftigem Schieben beim Anfahren aus der Wiese geholfen hatten, hatten wir ein bisschen Bammel, dass unser, ob der schweren Fracht tiefliegendes, Auto es nicht über den schlängligen Wiesenweg bis zur Straße schaffen würde. Diese Sorge war zum Glück unbegründet. Es ging zwar nur langsam voran, sodass die Fußgängerinnen, die wegen Platzmangel im Auto auf Öffis zurückgreifen würden, fast im gleichen Tempo hinterhergehen konnten, aber schließlich wurde die Landstraße erreicht. Es folgten ein Stau bei der Einfahrt nach Tübingen für die einen und Zugwarten mit Pizza für die anderen (Hehe), dann wurden alle Äpfel in den großen Holzkisten vor der Mosterei verstaut und 3West ließ den Abend mit Apfel-Crumble ausklingen.
Am darauffolgenden Tag, wurden ein 3Westler und eine 3Westlerin zur Mosterei abkommandiert, um beim Waschen der Früchte zu helfen, die großen Maschinen zu bestaunen und schließlich 305 Liter Apfelsaft abzufüllen. Als das erledigt war, rückten weitere Teile der Mann-/Frauschaft an, um die kostbare Fracht erst im Wagen an die Treppenstufen und dann per Hand 89 Stufen nach oben zu befördern. Zimmer 305, das als Zwischenlager doch wirklich sehr gut gepasst hätte, stand leider nicht zur Verfügung, deswegen musste Zimmer 318 herhalten, wo sich bald ein ansehnlicher Stapel auftürmte, aber auch schnell wieder schrumpfte.
Ich möchte diesen Eintrag widmen: Apfelschorle, Saftmüsli, heißem Apfelsaft mit oder ohne Zimt/Schuss, Apfelpunsch und Apfeltorte.
Und wenn jemensch noch etwas einfällt, hat er/sie/
hoffentlich einen Karton abbekommen und kann sich damit austoben.

Lidewei, 11/21

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